Ich bin ein wirklich tierlieber Mensch, aber wenn Mäuse einziehen komme auch ich an meine Grenze. Natürlich haben Mäuse ihre Daseinsberechtigung und stellen im natürlichen Gleichgewicht einen wichtigen Faktor als Futterquelle für Greifvögel, Füchse und andere Tiere dar. Aber in meinen eigenen vier Wänden möchte ich sie trotzdem nicht haben. Zum einen verursachen sie leider so einige Schäden und zum anderen gibt es da etwas, auf das ich gar keine Lust habe und das ist das Hantavirus.
Ich habe einen Bekannten, der sich durch den Kontakt zu Mäusekot ein solches Virus eingefangen hat und das ist wirklich kein Spass. Und als ich nun festgestellt habe, dass in unserem Schuppen einige Fraßschäden z.B. an der Abdeckung unserer Wäschespinne waren musste ich aktiv werden. Aber Mäuse töten ist nicht mein Ding. Gott sei Dank gibt es auch die Möglichkeit Mäse lebend zu fangen und wieder auszusetzen.

Da hat die Maus geknabbert
Also habe ich etwas recherchiert und mir zwei Lebend Mausefallen bestellt. Ich hatte vor einigen Jahren bereits eine solche Mausefalle, die die Tiere lebendig gefangen hat. Aber diese war aus Metall und irgendwann nicht mehr so sauber zu machen, dass es hygienisch gewesen wäre sie zu verwenden. Deshalb habe ich mich für zwei Kunststoff Mausefallen entschieden.
Lebend Mausefalle aus Kunststoff
Das System ist so simpel wie genial: Am hinteren Ende gibt es die Futterstelle. Läuft die Maus durch den Eingang mit dem hochgeklappten Tor nach Hinten, tritt sie auf einen Klappmechanismuss, welches das Eingangstor festhält. Durch das Gewicht geht der Klappe nach unten und die Torhalterung wird entriegelt. Das Tor geht nach unten und die Maus wird lebendig gefangen.
Die Falle hat viele Löcher, damit die lebende Maus weiterhin mit Sauerstoff versorgt wird und nicht erstickt. Auch gibt es genug Platz, so dass die Maus sich bewegen kann und nicht eingeklemmt wird. Und im Futtertrog ist ja auch noch etwas zu Essen. Im Prinzip fehlt nur der Flachbildschirm für ein gemütliches Zuhause…

Und was soll ich sagen: ich habe innerhalb von vier Tagen sechs Mäuse lebendig gefangen. Jeden Früh schaue ich direkt nach und bringe die Eingesperrten mit meinem Fahrrad zu einem Stück Natur, wo sie sich noch ein passendes Quartier für die kalte Jahreszeit suchen können. Anschließend reinige ich die Fallen und unseren Schuppen, damit der Kot entfernt wird. Ich trage dabei Handschuhe und eine FFP2 Maske – da haben die meisten sicher noch einige rumliegen. Ich gehe hier wirklich kein Risiko ein.
Allerdings bin ich wenig optimistisch, dass ich die Anzahl der Mäuse bei uns wirklich eindämmen kann, denn unser Schuppen ist mit einem anderen verbunden und auch wenn unser Abteil dicht ist – das andere ist es nicht. Und leider gibt es zwischen beiden Abteilen die Möglichkeit für eine Maus unter der Wand durchzuschlüpfen. Ich muss mal schauen, ob ich diese Löcher stopfen kann. Denn sonst werde ich nichts mehr machen ausser Mäuse fangen…
Lebend Mausefalle selber bauen
Eine andere geniale Idee für eine lebend Mausefalle ist übrigens ein Eimer, auf den ein Stock gelegt wird. Über diesen Stock legt man den inneren Karton einer Zewa Rolle und schmiert auf das hintere Ende Erdnussbutter (verwende ich auch als Köder in meinen Lebend Mausefallen und ist unwiderstehlich…). Steigt die Maus auf die Rolle, so dreht sie sich und die Maus fällt in den Eimer. So können gleich mehrere Mäuse gefangen werden.
Das kann man ganz einfach selbst bauen. Wer dazu keine Lust hat, für den gibt es diese Form der Lebend Mausefalle und andere Varianten auch z.B. bei Amazon zu kaufen.
Sehr coole für Mausefallen. Lebendfallen sind auf jeden Fall zu favorisieren. Wenn man Bedenken hat, dann lieber Tierfänger holen.